
Blick vom Rittersturz auf den Rhein
|
1948 fand hier die sogenante Rittersturzkonferenz statt, die zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland führte.
Das Berghotel, auf dem die Konferenz stattfand, existiert heute nicht mehr. Es mußte 1974 abgerissen werden.
Seit 1978 erinnert an gleicher Stelle ein Denkmal an diesen geschichtsträchtigen Ort. (mehr...).
|
Kirchen
Die sehenswerten Kirchen von Koblenz spiegeln verschiedene Bauepochen von der Romanik bis zum Barock wider.
Pfarrkirche Herz-Jesu (Stadtplan)

Koblenz, Herz-Jesu-Kirche
|
Die Herz-Jesu Kirche wurde von 1900-1903 erbaut.
1944 Zerstörung,
1952/1953 Wiederaufbau.

Koblenz, Herz-Jesu-Kirche
|
|
Jesuitenkirche, Jesuitenplatz (Stadtplan)

Koblenz, Jesuitenkirche
|
Wo sich heute die Jesuitenkirche befindet, besaßen bereits 1250 Zisterzienserinnen eine Kirche sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude.
1580 übergab der Trierer Erzbischof den gesamten Klosterbezirk dem Orden der Jesuiten.
1588 bis 1592 erneuerten die Patres die Klostergebäude und bauten sie zu einem Jesuitenkolleg aus.
1613-1617 erbauen sie eine neue Kirche im 'Rheinischen Jesuitenstil', von der bis heute das Portal erhalten blieb.
1670 wird der Ostflügel hinzugefügt und um 1700 der zweiflügelige 'Schulbau', das heutige Koblenzer Rathaus. Vor der Kirche erstreckte sich zur Jesuitengasse hin bis 1699 ein Friedhof.
1944 wird die Kirche bis auf die Westfassade zerstört.
1958/1959 erfolgte der Neubau nach Plänen des kölner Kirchenbaumeisters Gottfried Boehm.
|

Koblenz, Liebfrauenkirche
|

Koblenz, Liebfrauenkirche
|
|
Die romanische Kirche wurde zwischen 1170 und 1250 über römischen, fränkischen und karolingischen Fundamenten errichtet. Sie ist seit dem 5. Jahrhundert Tauf- und Mutterkirche von Koblenz.
Auf dem Nikolausaltar ist eine alte Darstellung von Koblenz zu sehen.
Die Kirche geht in ihren Anfängen auf eine spätantike Halle der Zeit des Kaisers Valerian (364-375) zurück. Nach dem Abzug der Römer benutzten die Christen im 5./6. Jahrhundert diese Halle als Kirche.
Im 8. Jahrhundert wird auf dem gleichen Areal eine größere Kirche gebaut, der sich im 9./10. Jahrhundert der Vorgängerbau der heutigen Kirche anschloss.
Anfang des 13. Jahrhunderts kam der Westtrakt mit den beiden Türmen dazu.
Im 15. Jahrhundert werden die Türme aufgestockt.
1404-1431 wird der hochgotische Chor errichtet.
Nach der Beschießung von 1688 werden die Türme mit barocken Zwiebelhauben versehen, die heute ein Wahrzeichen von Koblenz sind.
1944 Zerstörung
1950 Wiederaufbau
1971-1974 Renovierung
2000 Innenrestaurierung
|

Koblenz, Kirche St. Florin
|
Die Florinskirche ist eines der ältesten kirchlichen Gebäude in Koblenz. Es handelt sich um eine romanische dreischiffige Basilika mit hochragender Doppelturmfassade. Der Chor steht auf den Resten eines Römerturms, der Bestandteil der Stadtbefestigung war.
949 Gründung des Chorherres-Stifts durch Herzog von Schwaben aus dem fränkischen Geschlecht der Konradiner.
Um 1100 wurde die ehemalige Stiftskirche anstelle eines ottonischen Vorgängerbaus aus dem 10. Jahrhundert von Erzbischof Bruno von Trier errichtet und in der Folgezeit mehrfach verändert.
1350 wird der gotische Ostchor angebaut.
1688 beschießen Franzosen Koblenz im pfälzischen Erbfolgekrieg. Brand, Einsturz der Türme und des Kirchengewölbes.
1711 Wiederaufbau. Die vormals flache Decke wird durch ein gotisches Gewölbe ersetzt.
1794 beschlagnahmen französische Revolutionstruppen die Kirche.
1802 wird das Stift von den Besatzern aufgelöst. Der Kreuzgang wird abgerissen und das Gebäude soll fortan als Magazin genutzt werden.
1807 gelangt die Kirche in den Besitz der Stadt Koblenz.

Koblenz, Kirche St. Florin
|
1818 übergibt König Friedrich Wilhelm III. den Bau der evangelischen Gemeinde.
1824 und 1898 erfolgen Renovierungen
1899 wurden die nach einem Brand (1791) aufgesetzten Turmhelme durch Spitzdächer ersetzt.
1929/30 wird eine umfassende Erneuerung im Inneren durchgeführt.
1944 wird sie im Krieg schwer beschädigt.
1950-1957 werden die Schäden behoben.

Koblenz, Kastorkirche
|
Die Dreischiffige Basilika St. Kastor wurde im Jahre 1209 geweiht. Die ehemalige Stiftskirche in der Nähe des Deutschen Eck ist die künstlerisch bedeutendste Kirche in Koblenz.
In den Untergeschossen der beiden aus dem 1. bis 12. Jahrhundert stammendn Westtürme sind bis heute Reste des 836 geweihten Vorgängerbaus erhalten geblieben (817-836 unter Erzbischof Hetti von Trier erbaut). 842 fanden hier Verhandlungen der Gesandten der Söhne Ludwigs des Frommen statt, die schließlich zur Teilung des fränkischen Reichs im Vertrag von Verdun (843) führten.

Koblenz, Kastorkirche
|
1496-1499 wurden noch Mittelschiff und Vierung gewölbt.
1944 wurde das Gebäude im Krieg zerstört.
1948-1955 erfolgte der Wiederaufbau.
am 30. Juli 1991 erhob Papst Johannes Paul II. die Kastorkirche zur Basilica Minor.
|
Kurz nach der Zeitenwende haben die Römer an der Moselmündung ein Erdkastell errichtet. „Ad confluentes“, bei den Zusammenfließenden, wurde es genannt. Nach dem Fall des Grenzwalles Limes gewann die befestigte Römerstadt Confluentes große strategische Bedeutung als Grenzfeste.
Seit damals ist Koblenz ein für Verkehr, Wirtschaft und Politik wichtiger Platz geblieben. Die Franken richteten hier im 5. Jahrhundert einen Königshof ein.
Im 10. Jahrhundert entstand am jenseitigen Rheinufer die erste Burganlage auf dem Ehrenbreitstein, die im Besitz der Erzbischöfe von Trier über die Jahrhunderte immer weiter ausgebaut wurde. Nach der Zerstörung in der Franzosenzeit wurde unter preußischer Herrschaft ab 1815 die heutige Festung Ehrenbreitstein errichtet.
Das zweite Wahrzeichen von Koblenz, das Deutsche Eck an der Moselmündung mit seinem Reiterstandbild, erhielt seinen Namen schon im 13. Jahrhundert, als sich die Deutschordensritter ganz in der Nähe niederließen. Im Deutschordenshaus befindet sich heute ein Museum für moderne Kunst. Obwohl weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden, finden sich Reste der Stadtmauer einschließlich ihrer römischen Teile noch immer an verschiedenen Stellen. Zu den eindrucksvollsten romanischen Kirchenbauten zählt die 836 geweihte St. Kastor-Basilika mit ihren reichen Kunstschätzen.
Zu den markantesten Bauten am romantischen Moselufer gehören die alte Burg aus dem 13. Jahrhundert und die steinerne Balduinbrücke.
Die alte Hauptpfarrkirche von Koblenz, die Liebfrauenkirche im Herzen der Altstadt vereint Romanik, Gotik und Barock. Trotz vieler Zerstörungen in den Kriegen des 17. Und 18. Jahrhunderts und zuletzt während des Zweiten Weltkriegs, haben sich in der Stadt glücklicherweise noch immer reizvolle Fassaden erhalten wie sie die Häuser am Alten Kaufhaus, am Plan und in der Löhrstraße zeigen. Das weiträumige Schloss in den Rheinanlagen ließ der letzte Trierer Kurfürst 1786 im Stil des Klassizismus erbauen.
Das Obere Mittelrheintal - ein Erbe der Menschheit
Am 27. Juni 2002 hat das Welterbekomitee der UNESCO die Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zwischen Bingen/ Rüdesheim und Koblenz zum Weltkulturerbe erklärt. Das Welterbekomitee der UNESCO würdigte das Obere Mittelrheintal als "Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit". Die Landschaft weist einen außerordentlichen Reichtum an kulturellen Zeugnissen und Assoziationen historischer wie auch künstlerischer Art auf. Seine besondere Erscheinung verdankt das Mittelrheintal einerseits der natürlichen Ausformung der Flusslandschaft, andererseits der Gestaltung durch den Menschen. Seit zwei Jahrtausenden stellt das Mittelrheintal einen der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas dar.
Burgen und Schlösser
Das Mittelrheintal ist berühmt für seine einzigartige Burgendichte. Von fast jedem Ort ist zumindest eine Burg zu sehen. Jede dieser Burgen ist anders,- auch wenn man den Eindruck hat, daß sie alle ähnlich aussehen. Gebaut wurden die meisten von ihnen im 12. und 13. Jahrhundert. Einige wurden bereits in ihren ersten Jahren zerstört, da Raubritter dort ihr Unwesen trieben. Im Hochmittelalter waren sie Zentrum des kulturellen und politischen Lebens an für Handel und Verkehr zentraler Stelle. Der Dreißigjährige Krieg (1618-48) , die Truppen Ludwigs XIV (1888/89) und die Kämpfer der Revolutionsarmee (Ende des 18. Jahrhunderts) versetzten fast allen mittelrheinischen Burgen den Todesstoß. Die Ruinen standen in der Folgezeit Tieren und Pflanzen als Lebensraum zur Verfügung. Als im 19. Jahrhundert die Rheinromantik ausbrach und Adlige und reiche Industrielle glaubten, die Ruinen wieder aufbauen zu müssen, entstanden Schlösser im Stile der englischen Neuromantik. Heute werden die meisten Burgen genutzt als Hotels, zur Gastronomie, zu Wohnzwecken oder als Museen mit Führungsangeboten. Lediglich vier Ruinen blieben neben den 20 im Mittelalter gebauten Burgen im Oberen Mittelrheintal nach ihrer Zerstörung weitestgehend unberührt.
Koblenz
Am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, am weltweit bekannten Deutschen Eck, liegt eine der schönsten und ältesten Städte Deutschlands: Koblenz. Vier Mittelgebirge mit Wald-, Grün- und Wasserflächen bilden den Rahmen für die einzigartige Kulisse rund um die Stadt Koblenz. Zeugnisse der über 2000jährigen Geschichte der Stadt sind Kirchen, Schlösser. ehemalige Adelshöfe und herrschaftliche Bürgerhäuser. Enge Gassen, romantische Winkel und einladende Plätze bezaubern Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt. Koblenz ist heute das wirtschaftliche und kulturelle Oberzentrum am Mittelrhein und damit Drehscheibe des internationalen Fremdenverkehrs.
Fahrgastschiff "Deutsches Eck"
Direkt am Rhein unterhalb des Hotels finden Sie die Anlegestelle des Fahrgastschiffs "Deutsches Eck". Genießen Sie in einem stilvollen Ambiente eine romantische Schiffahrt, vorbei an Burgen und Schlössern. Machen Sie den Tag für sich zu einem unvergesslichen Erlebnis.